Berlusconi erkennt Niederlage weiterhin nicht an
Ungeachtet des Urteils des höchsten italienischen Gerichts erkennt Ministerpräsident Silvio Berlusconi seine Niederlage bei den Parlamentswahlen weiterhin nicht an. Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwochabend berichtete, kündigte Berlusconi vor Vertrauten weiteren Widerstand an. Öffentlich wolle er sich aber zunächst nicht äußern.
Angeblich plane Berlusconis Mitte-Rechts-Lager mit neuen Einsprüchen vor das Verwaltungsgericht zu ziehen, berichtete die Agentur weiter. Auch Einsprüche im neuen Parlament seien vorgesehen. „Wir kämpfen weiter“, zitierte Ansa Berlusconi.
Wenige Stunden zuvor hatte das Kassationsgericht in Rom Oppositionsführer Romano Prodi und seine Mitte-Links-Allianz zum Sieger erklärt. Prodi habe in der Abgeordnetenkammer knapp 25.000 Stimmen mehr als Berlusconi errungen. Das vorläufige Wahlergebnis, des Innenministeriums nach den Wahlen am 9./10. April, wonach die Prodi-Allianz in beiden Parlamentskammern eine knappe Mehrheit errang, wurde damit bestätigt.
Prodi hat am Donnerstag das Verhalten von Berlusconi als „sehr traurig“ bezeichnet. „Irgendwann werden sie anerkennen, wie die Dinge stehen. Wir werden Geduld haben“, sagte Prodi dem Fernsehsender Sky TG24 mit Blick auf die Ankündigung von Mitte-Rechts-Politikern, das Wahlergebnis weiter anfechten zu wollen. „Es ist sehr traurig, dass so etwas in einer reifen Demokratie vorkommt“, erklärte Prodi.
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