Berlusconi warnt vor Graben zwischen Europa und USA
Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat am Mittwoch in Washington vor einem Graben zwischen Europa und den USA gewarnt. „Unstimmigkeiten oder gar Opposition sind völlig ungerechtfertigt und würden die Sicherheit und den Wohlstand der ganzen Welt gefährden“, sagte Berlusconi vor einer der seltenen gemeinsamen Sitzungen von Senat und Abgeordnetenhaus im Kongress.
Berlusconi mahnte vor allem seine europäischen Kollegen zur Einheit. „Die politische und institutionelle Integration Europas darf nicht zu einer „Festung Europa“ führen“, sagte Berlusconi. „Der Westen muss eins bleiben.“ Berlusconi dankte den USA für ihre Opfer zur Befreiung Europas vom Faschismus und im Kampf gegen den Terrorismus. „Ihr Land ist die treibende Kraft hinter dem Wind der Freiheit“, sagte Berlusconi. Die Freiheitsfront müsse von einer großen Koalition aller Demokratien verteidigt werden. Berlusconi forderte auch einen entschlossenen Kampf gegen die Armut in aller Welt, damit Verzweiflung und Aussichtslosigkeit dort nicht in Hass umschlagen, der von Fundamentalisten ausgenutzt werden kann.
In Italien wird Berlusconis USA-Reise von der Opposition mit Argwohn beobachtet, weil er sie für Wahlwerbung nütze, hieß es. Oppositionsführer Romano Prodi beklagte die Verletzung der "Par conditio", also der gleichberechtigten Behandlung der Parteien durch die Medien in der Wahlkampfzeit. Die Rede des Ministerpräsidenten wurde im Berlusconi-Sender Canale 5 live übertragen.
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