Sinkende Einschaltquoten bei zweitem TV-Duell
Das zweite und letzte TV-Duell zwischen Ministerpräsident Silvio Berlusconi und dem Spitzenkandidaten der Opposition, Romano Prodi, verzeichnete im Vergleich zur ersten Fernsehdebatte am 14. März sinkende Einschaltquoten. Zwölf Millionen Zuschauer verfolgten das von RAI 1 gesendete TV-Duell, das von Bruno Vespa moderiert wurde und 90 Minuten dauerte.
Dies entspricht einem Anteil von 42 Prozent. Weitere 844.000 Italiener verfolgten die Debatte auf dem Privatsender La 7, der das Duell ebenfalls ausstrahlte. Am 14. März hatten 16 Millionen Italiener die Fernsehdebatte zwischen Berlusconi und Prodi verfolgt. Dies entspricht einer Einschaltquote wie bei Matches der italienischen Fußballnationalmannschaft.
„Die Zuschauer sind müde. Die Wahlkampagne für die Parlamentswahlen (am 9. und 10. April, Anm.) ist sehr lang. Täglich werden die Italiener mit TV-Diskussionen und Polit-Shows überflutet. Kein Wunder, dass Müdigkeit eingetreten ist, wodurch auch das Interesse für das Spitzenduell zwischen Berlusconi und Prodi nachgelassen hat“, kommentierten politische Beobachter. Der „König“ der Meinungsforscher, Renato Mannheimer, warnte vor einer Überschätzung der TV-Duelle zwischen den beiden Spitzenkandidaten. Die Fernsehdebatten beeinflussten die Wähler weniger als man glaube, betonte Mannheimer.
Laut Umfragen sind 25 Prozent der Bürger noch unentschlossen, welchem Kandidaten sie ihre Stimme geben sollen. In Umfragen lag das Bündnis um Prodi zuletzt zwischen 3,5 und fünf Prozentpunkte vor der Mitte-Rechts-Koalition von Berlusconi. In der Woche vor der Wahl dürfen keine neuen Ergebnisse von Meinungsumfragen mehr veröffentlicht werden.
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