giovedì, aprile 06, 2006

Berlusconi fürchtet Wahlbetrug und will OSZE-Beobachter
Regierungschef Silvio Berlusconi fordert Beobachter der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), um allfälligem Wahlbetrug bei den Parlamentswahlen am Sonntag und Montag vorzubeugen.


„Beobachter der OSZE sollen uns vor den Herren der Linken schützen, die in puncto Wahlbetrug Experten sind. Die Zeitungen und die TV-Kanäle sind auf der Seite der Linken, die sich so verhält, wie wir alle sehen können. Wir brauchen Beobachter, weil wir nicht wissen, was die Linke noch unternehmen wird“, sagte Berlusconi im Gespräch mit Journalisten am Donnerstag in Rom.

Auf Berlusconis Worte reagierte sein Herausforderer Romano Prodi scharf und gleichzeitig gelassen. „Berlusconi kontrolliert in Italien ohnehin alles. Er hat also nichts zu befürchten“, sagte Prodi bei einer Wahlveranstaltung in der sardischen Stadt Cagliari. „Berlusconi ist in Sachen Betrug der größte Spezialist in Italien“, fügte ein Politiker der Linksdemokraten, Giuseppe Giulietti, hinzu.

Bereits vor einigen Wochen hatte Berlusconi vor Betrug bei den Parlamentswahlen gewarnt. „Ich befürchte Wahlbetrug, weil er zur Geschichte der Linken gehört. Bei den Parlamentswahlen 1996 hatte jemand damit geprahlt, dass meine Partei (die konservative Forza Italia, Anm.) 1,6 Millionen Stimmen dank der Manipulation von Wahlzetteln verloren hatte“, betonte Berlusconi.

Eine Delegation der OSZE befindet sich bereits in Italien, um die Lage während der Wahlkampagne zu überprüfen. In den vergangenen Jahren hat die OSZE Wahlen in osteuropäischen Ländern, in den USA und in Russland beobachtet. Auch Wahlen in Spanien, Großbritannien und Frankreich waren von den Beobachtern der Organisation unter die Lupe genommen worden.

Schlimm wenn man unter Verfolgungswahn leidet..